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Mädchen & Jungs getrennt unterrichten – Pro & Contra Argumente für Erörterung

Mädchen & Jungs getrennt unterrichten

Zu einer Erörterung gehören Argumente für eine These oder Frage und Argumente gegen eine These oder Frage. Hier könnte die These zum Beispiel lauten: Jungs und Mädchen sollten getrennt unterrichtet werden.

Inhaltsverzeichnis (bitte aufklappen)

Pro

Keines der beiden Geschlechter wird abgelenkt und ist auch nicht mit Flirten beschäftigt. Alle können sich besser auf den Unterricht konzentrieren, weil die Hormone nicht so rasen, wie es in einer gemischten Klasse vermutlich der Fall wäre.

Jungs und Mädchen lernen unterschiedlich und das sieht man in den unterschiedlichen Leistungen von Jungen und Mädchen. Bei getrennten Klassen kann man mehr auf die Bedürfnisse der Geschlechter eingehen. Die Lernerfolge könnten sich schnell einstellen und sich beide Geschlechter in der Hinsicht annähern.

Lehrer haben es vermutlich leichter, eine Klasse zu unterrichten, denn sie wissen, worauf sie sich einstellen können. Wer besser mit Jungs klarkommt, kann sich auf jene Klassen konzentrieren, wer eher mit Mädchen klarkommt, kann eben jene Klassen übernehmen.

Die Geschlechter können jeweils so sein, wie sie sind, ohne beeindrucken zu müssen und müssen sich nicht verstellen, um dem anderen Geschlecht zu gefallen. Das kann eine unglaublich befreiende Sache sein, denn Jungs sind unter Jungs und da ist vieles anders und bei den Mädchen ebenso. Der Klassenkamerad oder Klassenkameradin weiß eben, wie es einem geht oder wie man Dinge meint oder warum man ist, wie man ist.

Mädchen könnten sich von ihren stärkeren und meist größeren Altersgenossen bedroht fühlen und man schafft für sie vielleicht Sicherheit, wenn man die Geschlechter voneinander trennt und nicht zusammen unterrichtet. Damit fällt Stress weg und die Mädchen können sich mehr auf den Alltag, sich selbst und den zu lernenden Stoff konzentrieren.

Contra

Kinder und Jugendliche müssen soziales Schach spielen lernen und dazu gehören nicht nur die eigenen Geschlechtsgenossen, sondern auch das andere Geschlecht, vor allem in einer späteren Phase der Jugend. Es wird interessant und das muss man lernen, denn umso schwieriger (oder gar nicht) lernt man es später.

Man könnte den jungen Menschen so auch die erste Liebe vielleicht vereiteln und damit eine schöne und wichtige Erfahrung auf dem Wege des Erwachsenwerdens.

Die Geschlechter bekommen einen Einblick in das andere Geschlecht und können so ihre Vorurteile vielleicht abbauen. Man kommt in Kontakt, lernt sich kennen, lernt sich verstehen und sieht die Gemeinsamkeiten und dass man zusammen mehr bewerkstelligen kann.

Eine gemischte Klasse ist auch die ehrlichste Repräsentation der Gesellschaft, die momentan möglich ist. Männer und Frauen, unterschiedliche Gemüter und so weiter. Das alles begegnet einem in der Gesellschaft und so auch hier, wenn man es denn zulässt. Es ist wichtig, die jungen Leute darauf vorzubereiten, damit sie nach der Schulzeit nicht denken, in einer ganz neuen und anderen Welt aufwachen, obwohl sie nur die Normalität kennenlernen.

Verschiedene Geschlechter und verschiedene Persönlichkeiten können einander verstärken und ausgleichen und damit das Lernklima erheblich verbessern; sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer und das ist wünschenswert, will man im Schulalltag Erfolge haben und nicht nur gefrustet sein und sich fragen, was man da überhaupt macht.

Es kann auch zu mehr Stress sein – vor allem bei den Jungen – wenn sie nur untereinander sind. Dort wird – weil man es gelernt hat – zu Wettkämpfen und Mutproben aufgerufen und das kann auf Dauer zu einer riskanten und überaus kräftezehrenden Sache werden. Und das gilt – wenn auch auf andere Weise – natürlich auch für Mädchen.

Auch zwischen den Geschlechtern können tiefe und feste Freundschaften entstehen und diese Erfahrung darf man den jungen Menschen nicht vorenthalten. Dadurch lernen Jungs und Mädchen, dass es nicht nur die romantische Liebe sein muss, die beide Geschlechter miteinander verbindet, sondern dass es da noch mehr gibt. Und auch, dass Mädchen oder Jungs nicht komisch oder seltsam oder unheimlich sind, sondern dass sie ebenso gute Freunde sein können wie die Mitglieder des eigenen Geschlechts.

Man braucht mehr Klassenräume und vermutlich auch mehr Lehrkräfte, da man die Klassen nicht zusammenfassen kann, wie es die Anzahl erlauben würde, sondern nach Geschlecht gehen muss und da können je nach Region unterschiedliche Klassenstärken zusammenkommen. Effizienter wäre es, die Klassen zusammenzufassen, um wenige Klasse mit etwas mehr Schülerinnen und Schülern zusammenzubekommen.

Einige Jungs oder Mädchen oder deren Eltern könnten sich diskriminiert fühlen und meinen, dass sie unterschiedliche Stoffe und Unterrichtsformen bekommen, nach Geschlecht, ob es nun wirklich so ist oder nur so empfunden wird, ist da egal.

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