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Erörterung – These, Antithese & Synthese einfach erklärt

Erörterung - These, Antithese & Synthese einfach erklärt

Eine Erörterung dient dazu, sich mit einem bestimmten Thema oder einer Fragestellung näher auseinanderzusetzen. Dabei wählt man bestimmte Argumente, welche für oder gegen das Thema sprechen. Die Erörterungsform, in der man beide Seiten betrachtet, nennt man dialektische Erörterung. Es gibt verschiedene Arten, diese durchzuführen. Einige Begriffe müssen Sie dabei aber beachten. Dazu gehören die Komponenten These, Antithese und Synthese.

Aber keine Angst, im Folgenden möchten wir Ihnen erklären, wie genau sie eine dialektische Erörterung durchführen. Alle Begriffe werden dabei genau erklärt, damit Sie eine gute Erörterung durchführen können. Zur Veranschaulichung nutzen wir das Beispiel der Schuluniformen und ob diese gut oder schlecht für Schülerinnen und Schüler sind. Dies ist unsere Hauptaussage, von der wir ausgehen.

These

Die These ist Ihre Behauptung, welche sie zu Anfang aufstellen. Sie steht für eine Seite der Thematik und wird später von entsprechenden Argumenten gestützt. Diese Seite wird auch oft als Pro bezeichnet und ist die Seite, die Sie persönlich stärker vertreten. Überlegen Sie bei der Themenvorgabe, welche Argumente sie am liebsten vertreten würden. In den meisten Fällen fällt es Ihnen leichter, Argumente für die These zu finden als für die Antithese.

Beispiel für die These:

»Schuluniformen haben eine positive Auswirkung auf den Schulalltag.«

Dies wäre eine typische These, an der eine Erörterung durchgeführt wird. Dazu müssen Sie sich nun überlegen, warum Schuluniformen gut sind. Ordnen Sie ihre Einfälle vom stärksten zum schwächsten Argument. Dabei ist zu beachten, wie überzeugend die jeweilige Begründung ist. Eine Tabelle hilft Ihnen dabei, eine Übersicht zu behalten und die Aussagen zu ordnen. Legen Sie dafür am besten zwei Spalten an und ordnen Sie ihre Einfälle nach Aussagen für und gegen die anfängliche Behauptung.

Antithese

Die Antithese ist ihr Gegenstück. Sie steht für das Contra ihrer Erörterung und wird von Argumenten gestützt, die entgegen zur These stehen. Ihre eigene Meinung stimmt meist nicht mit dieser Aussage überein. Sie müssen dennoch Argumente dafür finden. Dies fällt den meisten schwerer, aber ist eine Seite der dialektischen Erörterung.

Beispiel für die Antithese:

»Schuluniformen haben eine negative Auswirkung auf den Schulalltag.«

Dabei denken Sie an alle Argumente, welche gegen eine Schuluniform sprechen. Ordnen Sie auch diese danach, wie aussagekräftig sie sind. Verwenden Sie dafür die vorher angelegte Tabelle. Stellen Sie dabei womöglich schon Argumente von beiden Seiten gegenüber.

Durchführung

Haben Sie nun ihre Argumente für und gegen die Fragestellung gesammelt, müssen Sie diese nun niederschreiben. Sie beginnen mit einer einfachen Einleitung und stellen ihr Thema vor. Zu Beginn des Hauptteils stellen Sie dann ihre beiden Thesen vor. Dabei legen Sie fest, für welche Seite sie stehen. Dies ist ihre These, die sie vertreten. Es gibt zwei verschiedene Methoden. Solange Ihnen keine vorgegeben ist, können Sie dabei selbst entscheiden. Das Ziel ist es, den Lesenden von ihrer Meinung zu überzeugen.
Das Sanduhr-Prinzip richtet sich, wie der Name sagt, nach dem Aussehen einer Sanduhr. Sie fangen ganz oben mit ihrem stärksten Contra-Argument an und arbeiten sich weiter zum schwächsten herunter. Sind sie in der Mitte angekommen, fangen sie bei der These mit ihrem schwächsten Argument an und enden mit dem stärksten. Somit wird ihr bestes Argument zum Schluss genannt und ist ein perfekter Übergang in die Synthese.

Beim Reißverschluss-Prinzip gehen Sie ähnlich vor. Aber anstatt zuerst Antithese und danach die These abzuarbeiten, wechseln Sie beide Seiten ab. Dabei steht zuerst das stärkste Argument der Contra-Seite dem schwächsten der Pro-Seite gegenüber. Auch hier enden Sie mit ihrer stärksten Aussage, die für ihre These spricht. In der Synthese wägen Sie wieder beide Seiten ab und machen noch einmal deutlich, für welche Seite sie persönlich stehen.

Synthese

Nach ihrer Argumentationskette nach einem der beiden Prinzipien wägen Sie beide Seiten noch einmal ab. In der Synthese entscheiden Sie dann, welche Seite stärker vertreten ist und die anfängliche Frage am besten für Sie beantwortet. Dafür begründen Sie ihre Entscheidung und ziehen ein Fazit ihrer Analyse. Die Synthese steht dabei für einen Zusammenschluss mehrere Komponenten, eben ihrer These und Antithese. Wiederholen Sie hier aber nicht nochmal alle Argumente im Detail. Fassen Sie die Aussagen kurz zusammen und machen Sie ihren Standpunkt deutlich.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 11. August 2022 von Anatoli Bauer

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