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Digitale & analoge Kommunikation – Unterschiede & Beispiele

Digitale & analoge Kommunikation

Im Deutschunterricht spielt das Thema Kommunikation immer wieder eine wichtige Rolle. Kommunikationsmodelle wie das Vier-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun oder die Axiome von Paul Watzlawick sind vielen Schülern bekannt und finden im Deutschunterricht immer wieder Anwendung, wenn es um die Analyse von Kommunikation geht.

Arten der Kommunikation

Um die zwischenmenschliche Kommunikation verstehen und analysieren zu können, ist es wichtig, eine Unterteilung vorzunehmen. Es gibt zwei Kategorien, in die Kommunikation klassischerweise eingeteilt wird. Diese Einteilung ist ebenfalls Bestandteil der bekannten Axiome zur Kommunikation nach Paul Watzlawick. So wird in digitale und analoge Kommunikation unterteilt.

Was ist digitale Kommunikation?

Digitale Kommunikation meint nicht die Virtualität am Computer oder anderen elektronischen Geräten, sondern jegliche Kommunikation, die sich auf Sprache, Schrift. Zeichen und Symbole bezieht. Digitale Kommunikation vermittelt somit die Inhaltsebene. Durch sie wird mit Sprache oder Zeichen ausgedrückt, was man seinem Kommunikationspartner mitteilen möchte. Zur digitalen Kommunikation zählt folglich das Wort, geschrieben oder gesagt, sowie Symbole oder auch Zeichensprache.

Was ist analoge Kommunikation?

Die analoge Kommunikation übermittelt hingegen Aspekte auf der Ebene der Beziehung. Sie zeichnet sich durch Mimik, Gestik, Tonfall und weitere Teile der nonverbalen Kommunikation aus. Die nonverbale Kommunikation wird auch paraverbale Kommunikation genannt und fasst alles zusammen was nicht in Worten, sei es schriftlich oder mündlich, Zeichen oder Symbolen wiedergegeben werden kann. Die nonverbale Kommunikation erfolgt in der Regel völlig automatisch und wird vom Gegenüber ebenso automatisch aufgegriffen.

Beispiele für Kommunikation

Digitale Kommunikation umfasst jegliche Kommunikation anhand von Sprache, Schriftzeichen und Symbolen. Angenommen, ein junges Mädchen malt ein Herzchen auf einen kleinen Zettel und schiebt diesen Zettel einem Jungen zu, handelt es sich um digitale Kommunikation. Lächelt das Mädchen dabei den Jungen an, handelt es sich zusätzlich um analoge Kommunikation.
Damit keine Irritation oder Störung in der Kommunikation auftritt, ist es relevant, dass die digitale und analoge Kommunikation einander unterstützen und zusammenpassen. Ist dies nicht der Fall, wird beim Kommunikationspartner Irritation und Verwirrung ausgelöst. Hierzu ein kleines Beispiel: Stellen Sie sich vor, das ein Junge mit hängenden Schultern am Tisch in der Küche sitzt. Er schaut zu Boden. Der Vater des Jungen betritt die Küche und fragt seinen Sohn besorgt, was denn los sei. Daraufhin bricht der Junge in Tränen aus und teilt seinem Vater mit träger Stimme mit, dass seine Fußballmannschaft den ersten Platz bei einem Wettbewerb gewonnen hat.

Sicher können Sie sich nun vorstellen, dass der Vater irritiert ist, da Gestik und Mimik seines Sohnes, also die analoge Kommunikation, nicht zu seinen Worten, also seiner digitalen Kommunikation passt.

Das Fazit

Um erfolgreich zu kommunizieren, ist es wichtig, dass analoge und digitale Kommunikation zueinander passen. Andernfalls kann es zu Missverständnissen kommen. Wichtig ist auch, dass die Kommunikationspartner beiden Arten der Kommunikation gleichwertig viel Aufmerksamkeit zukommen lassen, dies geschieht jedoch grundsätzlich automatisch. Es gibt jedoch Menschen, die Schwierigkeiten haben, analog zu kommunizieren. Sie beziehen sich dann besonders stark auf die Inhaltsebene, also die digitale Kommunikation und erscheinen auf ihre Mitmenschen besonders rational oder analytisch. Im Prinzip bauen die Kommunikationsarten jedoch aufeinander auf und ermöglichen den Menschen eine erfolgreiche Kommunikation.

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