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Der kluge Richter – kurze Inhaltsangabe / Zusammenfassung

Der kluge Richter

Das Werk genannt der kluge Richter, geschrieben von Johann Peter Hebel, ist eine Kalendergeschichte, bei der sich zwei sture Männer ohne die Hilfe eines Gerichtes einfach nicht einigen können.

Die Geschichte

Ein sehr reicher Mann verliert eine beträchtlich hohe Geldsumme. Er verspricht, wer sein Geld wiederfindet, bekommt eine Belohnung im Wert von 100 Talern von ihm. Kurz darauf meldet sich ein Mann bei ihm, dass er das Geld des reichen Mannes gefunden hat. Er gibt ihm sein Geld zurück und erwartet nun seinen Finderlohn von 100 Talern von ihm. Der reiche Mann allerdings behauptet nun, dass er insgesamt 800 Taler verloren hatte und der Finder ihm allerdings nur 700 Taler zurückgebracht hatte. Er beschuldigt den ehrlichen Finder, dass er sich wohl schon bereits die 100 Taler eigenhändig genommen hat und er dadurch nicht bereit ist, seinen Finderlohn auch noch auszuzahlen. Der Finder ist sich keiner Schuld bewusst und versicherte dem reichen Mann, das Geld genauso gefunden zu haben, wie er es ihm schlussendlich auch ausgehändigt hat.

Beide Männer können sich einfach nicht einigen und so benötigen Sie einen Termin vor dem hohen Gericht. Der Richter ist sehr schlau und benötigt für das Urteil nicht lange. Der reiche Mann hat angegeben, dass er wohl 800 Taler an diesem Tag verloren haben muss, da in dem Beutel, wo der Finder gefunden hat, nur 700 Taler waren, kann es sich ganz sicherlich nicht um demselben Geldbetrag handeln, der von dem reichen Mann verloren wurde.

Der Richter beschließt, dass das gefunde Geld solange bei dem Finder bleiben kann, bis sich der wahre Besitzer dessen bei ihm meldet. Ebenso muss der reiche Mann sich solange gedulden, bis seine 800 Taler wieder auftauchen. Es bleibt den beiden Männern so keine andere Wahl als die Bedingungen, die durch den Richter verkündet wurden, so anzunehmen und abzuwarten.

Der Einstieg

Die Erzählung, geschrieben von Johann Peter Hebel, beginnt direkt am Anfang und deutet unverzüglich auf das bedeutsame Thema hin. Ein reicher Mann war mehr als unvorsichtig und verlor eine hohe Geldsumme, die vorher in ein Tuch eingenäht wurde. Die Geschichte wird dabei von dem Erzähler nicht groß ausgeschmückt und kommt direkt zu den notwendigen Fakten, um dem Leser ein besseres Verständnis zur Handlung vermitteln zu können.

Direkt in der Einleitung wird in den ersten beiden Sätzen die Situation mit dem reichen Mann und seiner Ankündigung dem Finder sein Geld zurückbringt, eine Belohnung auszuzahlen, bekannt gegeben. Der Teil, der als Hauptteil gedeutet werden kann, ist in geradliniger Form und wird direkt an einen einleitenden Satz gehängt, sodass zwischen der Einführung und dem Hauptteil keinerlei offensichtliche Trennung zu spüren ist. Ebenso wird beim Lesen auch keinerlei Spannung aufgebaut. Die Handlung wird ohne Einschnitte erzählt und auch beim Einstieg nicht unterbrochen.

Textart

Das Werk der kluge Richter von Johann Peter Hebel ist eine Kalendergeschichte über zwei Männer, die sich ohne die Hilfe eines Richters nicht einigen können. Unter einer Kalendergeschichte versteht man eine leicht verständliche und knapp geschriebene Geschichte in Prosa, die seit dem 16. Jahrhundert in Kalendern veröffentlicht worden sind. Solch eine Kalendergeschichte ist eine kleine literarische Beigabe in einem Kalender, die immer mit einer Anekdote, einem Schwank oder meistens mit einer Pointe Ihr Ende findet.

Der Ursprung solcher Kalendergeschichten sieht sich im 16. Jahrhundert, da gerade in dieser Zeit die Bevölkerung immer mehr am Lesen interessiert ist und in ihr wachsendes Bedürfnis, danach stillen zu können, muss mehr geschrieben werden. Gerade solche Geschichten werden seit 1780 immer populärer und steigern sich bis in 19. Jahrhundert und werden in Kalender eingebunden. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts war es möglich, solch kleine Texte als eigenständige Kurzprosa bezeichnen zu können. Sie wurden ab diesem Zeitpunkt dann auch zusammengefasst in Sammlungen präsentiert.

Neben solch kleinen unterhaltsamen Geschichten oder auch der ein oder anderen merkwürdigen Begebenheit enthielten die Volkskalender in den damaligen Zeiten auch Wetterregeln, Rezepte, Tipps zum Erhalt der Gesundheit, praktische Ratschläge oder auch vereinzelt schon kleine Witze oder allgemeine Lebensweisheiten für die Bevölkerung.

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