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Clown, Maurer oder Dichter – kurze Inhaltsangabe

Clown, Maurer oder Dichter - kurze Inhaltsangabe

Rainer Kunze schrieb die Erzählung Clown, Maurer oder Dichter. In dieser Geschichte geht es um ein Missverständnis zwischen einem Vater und seinem Sohn und welche Folgen dies haben kann.

Der Anfang

Das Ganze beginnt damit, dass ein Vater seinem zehnjährigen Sohn eine Aufgabe erteilt. Die Angaben, die der Vater allerdings macht, sind für den Jungen viel zu ungenau. Er möchte, dass sein Sohn den Kartoffelkuchen auf einen Kuchenteller legen soll, wobei er eigentlich eine Kuchenplatte meinte. Der Junge wollte sich vergewissern und fragt seinen Vater, ob er wirklich den ganzen Kuchen auf einen Teller legen soll. Der Vater bestätigt die Frage mit dem Wort „allen“ und der Sohn beginnt seine Aufgabe ganz genauso auszuüben.

Während der Sohn nun am Machen ist, begrüßt der Vater in der Zwischenzeit seine Freunde, die scheinbar zum Kartoffelkuchenessen eingeladen worden sind. Nach dem Empfang geht er zurück in die Küche zu dem Jungen, um fassungslos feststellen zu müssen, dass sein Sohn den gesamten Kuchen in kleine Stücke geschnitten und auf einem Kuchenteller in der Größe einer Untertasse einen Kuchenturm errichtet hat.

Der Vater ist sehr frustriert, dass er wohl seine Rolle als guter Gastgeber nun nicht so ausführen kann wie gewollt und lässt seine Wut an dem Jungen aus. Er weist den Jungen in überspitzter Weise und mit erhobener Stimme zurecht. Der Junge hätte doch sehen müssen, dass der Kuchen nicht auf diesen kleinen Teller passt, schimpft er. Gerade in dem Moment, als er die berufliche Zukunft seines Sohnes aufgrund dessen infrage stellt, wird er von seinen Freunden, die bereits in der Tür standen, unterbrochen. Der Sohn ist sich der (bewussten) unpräzisen Angabe seines Vaters übrigens auch bewusst und findet die ihm ausgesprochene Kritik nicht gerechtfertigt.

Dies erkennt man sehr gut an der Reaktion des Jungen. Um den kleinen Teller aus einem vollkommen neuen Gesichtspunkt betrachten zu können, legt der seine Wange auf den Tisch. Dem Vater widerspricht er mit dem Satz „, er passt doch“ aufgrund seiner Erledigung der ihm auftragenden Aufgabe wird der Junge von dem Besuch in verschiedene Berufskategorien geschoben. Dank der schöpferischen Ausdauer und seinem Mut zum Niegesehenen sollte er ein Künstler werden, oder durch sein Feingefühl für die Balance (Kuchenturm) könnt er auch in die Richtung „Zirkus“ oder „Maurer“ gehen.

Die Aussage mit der Balance ist allerdings als zweideutig zu betrachten, es könnte auch die hergestellte Balance zwischen der Kritik des Vaters und der Ausführung der Anweisung, dargestellt durch den Sohn sein.

War die Aufregung gerechtfertigt?

Dadurch kann man erkennen, dass die Reaktion des Vaters vollkommen ungerechtfertigt war. Er hat seinen Sohn für ein Verhalten zurechtgewiesen, obwohl er aufgrund seiner absurden Aufgabe und der unpräzisen Angaben hierzu selbst daran schuld war. Als Abschluss bekommt der Junge von einem Freund des Vaters den Beruf des Soldaten zugeordnet. Der Freund hat hierzu zwei Theorien. Entweder wird der Junge ein richtiger Soldat, der ohne zu kritisieren die noch so dümmste Aufgabe einfach ausführt oder er wird ein genialer Soldat, der ihn so ausführt, dass der dümmste Befehl augenfällig wird.

Der gesprochene Freund hat Erfahrung in der Armee und sagt zusätzlich, dass so ein Mensch wie der Junge ein Segen für die Truppe werden könnte. Durch das Einmischen der Freunde wird die Aufregung des Vaters und ebenso seine Autorität gegenüber des Sohnes ins lächerliche gezogen. Der Vater hatte Hoffnung, dass der Junge das meiste eh nicht verstanden hat, was nicht der Fall war. Dies ist gut daran zu erkennen, dass der Junge am Abend zu seiner Schwester ging und sie frage, was sie denn meinte, wird er irgendwann mal Clown, Maurer oder Dichter?

Was meint der Sohn?

Dass er sich selbst die Rolle des Clowns im Zirkus gibt, zeigt deutlich, dass er sich bewusst ist, dass er die Fähigkeit hat, Balance herzustellen. Denn von den Freunden selbst bekommt er nur den Bereich Zirkus, den Beruf des Clowns gibt er sich bewusst selber. Dies passt seiner Meinung nach, da man dem Clown nie etwas böse nehmen kann, er bringt die Menschen zum lachen und nimmt Dinge beim Wort, die man eigentlich nicht wörtlich nehmen kann.

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