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Willkommen und Abschied – kurze Inhaltsangabe/Zusammenfassung

Willkommen und Abschied - kurze Inhaltsangabe

„Willkommen und Abschied“ ist ein Gedicht des berühmten deutschen Dichters Johann Wolfgang von Goethe. Das Gedicht, das in zwei Fassungen erschien, ist eines seiner bekanntesten Werke. Zunächst erschien im Jahr 1775 eine namenlose Fassung, bevor ganze vierzehn Jahre später die zweite Fassung veröffentlicht wurde. Diese trug dann den Titel „Willkomm und Abschied“. Der heute bekannte Titel „Willkommen und Abschied“ wurde dem Gedicht erst 1810 ein drittes Mal erschien.

Es ist unterteilt in vier Strophen mit je acht Zeilen. Die Reimform des Gedichts ist Kreuzreim. Die Epoche, in der das Werk verfasst wurde, war die Zeit des Sturm und Drangs. Junge Autoren prägten diese Epoche, die von starken Gefühlen, teils einem Wechselbad der Gefühle und Emotionen geprägt war. Johann Wolfgang von Goethe selbst war zur Zeit der Entstehung der ersten Fassung von „Willkommen und Abschied“ wohl ungefähr 26 Jahre alt.

Der Inhalt des Gedichts spiegelt ein Treffen eines jungen Mannes, das lyrische Ich, mit einer von ihm geliebten Frau wider. Es ist in der Vergangenheitsform verfasst und der Jüngling erinnert sich an das Treffen. Die Themen und Darstellung dieser entspricht typischen Epochenmerkmale der Sturm und Drang Zeit.

In der ersten Strophe vergleicht das lyrische Ich seinen Herzschlag mit einem schnellen Ritt auf einem Pferd. Seine Gefühle sind stark. Die Naturbeschreibungen, die die Emotionen transportiert und verdeutlicht, wird als gewaltig beschrieben – Berge, Bäume wie Riesen. Doch obwohl auch die Nacht und die Finsternis genannt werden, wirkt es nicht bedrohlich. Die Gefühle, die also das lyrische Ich empfindet, sind wie eine Naturgewalt, er kann sich nicht gegen sie wehren, doch sind sie nicht sein Feind. Eher verbildlichen sie die starken, tiefen, ja ebenfalls gewaltigen Emotionen, die das lyrische Ich auf dem Weg hin zu seinem geliebten Mädchen durchmacht.

In der zweiten Strophe spielen ebenfalls die Beschreibungen der Natur eine große Rolle. Doch auch hier sind die Naturgewalten, der Mond, der Wind, die Ungeheuer der Nacht keine Gefahr für das lyrische Ich. Seine Gefühle für seine Geliebte machen ihm Mut und sind allgegenwärtig für ihn. Der Wechsel zwischen den Gewalten der Natur und der Liebe, die das lyrische Ich für das Mädchen empfindet, schafft Dynamik. Wie der Ritte zu Pferde, den der Jüngling in der ersten Strophe hin zu seiner Angebeteten unternimmt, kann dieser schnelle Wechsel auch als Verdeutlichung des pochenden Herzens, des hohen Pulses betrachtet werden, den verliebte Menschen spüren.

In der dritten Strophe erblickt das lyrische Ich seine Geliebte und inhaltlich ändern sich die Metaphern. Voll und ganz eingenommen ist das lyrische Ich von der Angebeteten. Statt Naturgewalten und der Dunkelheit der Nacht prägt nun „rosenfarbenes Frühlingswetter“ die Umgebung. Wie durch eine rosarote Brille, so könnte man sagen, fühlt sich das lyrische Ich in dieser Situation des Aufeinandertreffens mit der Geliebten, die hier auch direkt angesprochen wird. Er ist hingerissen von dem Glück und kann es kaum glauben, dass er diese Gefühle erleben darf und die Liebe der Angebeteten geschenkt bekommt.

In der vierten und letzten Strophe wandelt sich der Inhalt abermals, denn nun bricht der Morgen an und das lyrische Ich und seine Geliebte müssen Abschied voneinander nehmen, denn der Jüngling muss gehen. Geprägt von diesem Abschiedsschmerz sind auch die Metaphern. Es wird ihm eng ums Herz. Die Freude, die sie beim Küssen empfinden, wird in den Augen nicht widergespiegelt, da in ihnen schon der Abschiedsschmerz steht. Als das lyrische Ich geht, blickt es zurück zu seiner Geliebten, die mit Tränen in den Augen ihrem Jüngling nachsieht. Es überwiegt hier – wie bereits am Anfang gegen die Naturgewalten – das Gefühl, geliebt zu werden. Abermals wendet sich das lyrische Ich an die Götter und kann sein Glück nicht fassen.

Freund und Leid, zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt – dieses stete Wechselbad der Gefühle, von denen das Gedicht lebt, machen es zu einem typischen Werk der Sturm und Drang Epoche. Zudem lebt das Gedicht von den konträren Emotionen, es ist nahbar und dynamisch. Das lyrische Ich präsentiert dieses Wechselbad der Gefühle anschaulich und äußerst facettenreich.

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