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Vorstadtkrokodile – kurze Inhaltsangabe/Zusammenfassung

  • by Anatoli Bauer

Dier Vorstadtkrokodile ist ein Film, welcher auf dem Kinderbuch „Vorstadtkrokodile“ basiert. Das Buch wurde von Max von der Grün geschrieben und 1977 unter der Regie von Wolfgang Becker, produziert. Am 25.Dezember 1977 wurde der Film, unter dem Titel „Die Vorstadtkrokodile“ erstmalig im Abendprogramm ausgestrahlt. Mittlerweile hat dieser Film, aber auch das Buch, sowas wie Kultstatus.

Die Handlung

„Wir sind die Krokodile, die großen Krokodile. Ein Feigling ist verloren, dass haben wir geschworen“ dass ist das Motto einer Bande von Kindern. Die Mitglieder, welche sich selbst als Krokodiler bezeichnen, tragen als Erkennungszeichen ein Krokodil auf der Hose, welches aufgenäht wurde. Die Bande besteht aus den Mitgliedern Hannes, Kai, Maria, Olli, Jorgo, Peter, Elvis und Frank.Die Familien der Kinder und diese selbst, stammen fast alle aus Arbeiterfamilien und damit aus einfachen Verhältnissen. Bracht am Niederrhein und die Umgebung sind die Spielorte.

In einem Wäldchen nahe Bracht, befindet sich das Hauptquartier der Krokodiler. Dieses ist wie eine Art eines Baumhauses aufgebaut und der regelmäßige Treffpunkt der Bande. Auch haben dort die Fahrräder der Bande Platz, da sie die meisten Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen. Dabei sind sie meist in Bracht und der Umgebung ihrer Heimatstadt unterwegs, und bewegen sich dabei viel in der Natur. Mitglied bei den Krokodilern werden, ist gar nicht so einfach. Das wichtigste Aufnahmekriterium ist, dass man kein Feigling ist. Aus diesem Grund verlangt die Bande, von jedem der ein Mitglied werden will, dass sie eine Aufnahmeprüfung bestehen. Dabei handelt es sich um eine Mutprobe, die immer unterschiedlich sein kann. Eine Mutprobe zum Beispiel besteht darin, auf das eines alten Ziegeleigebäudes zu klettern. Mit dieser Mutprobe, beginnt auch der Film „Die Vorstadtkrokodile“ da es um die Aufnahme eines neuen Bandenmitgliedes geht.
Hannes, ein Junge aus der Nachbarschaft, klettert auf dieses Dach und rutscht beim Abstieg das Dach hinunter. Mit Mühe und Not kann er sich gerade noch an der Dachrinne festhalten, droht aber abzustürzen und sich böse zu verletzen. Da die Vorstadtkrokodile keine Möglichkeit sehen Hannes helfen zu können, da die Leiter, die sie finden einfach zu kurz ist, fliehen die Krokodiler und überlassen Hannes seinem Schicksal. Hannes hat aber sehr viel Glück, von dem er noch nichts weiß. Kurt, ein neugieriger Junge, der im Rollstuhl sitzt, hat den Vorfall mit seinem Fernrohr beobachtet. Er alarmiert umgehend die Feuerwehr, welche Hannes im letzten Moment retten kann.

Als Hannes nach Hause kommt, ist sein Vater sehr wütend auf ihn. Zur Strafe bekommt Hannes Hausarrest und erwartet von ihm, dass er Kurt besuchen geht und sich für dessen Hilfe bedankt. Dies macht Hannes zwar widerwillig, aber er macht es. Im Laufe des Besuches, unterhalten sich die beiden über eine Serie von Einbrüchen, welche gerade über das Wohngebiet hereingebrochen ist. Da Hannes aber schnell wieder nach Hause gehen muss, bleibt das Gespräch der beiden oberflächig und doch eher kurz. Nach dem Treffen mit Kurt, wächst in Hannes langsam der Wunsch, dass Kurt auch die anderen Krokodiler kennen lernt, und nimmt ihn einfach mit zum Hauptquartier ins Baumhaus. Da Kurt aber im Rollstuhl sitzt, wird er von den anderen Bandenmitgliedern aufgrund dieser Behinderung abgelehnt. Die Einzige, die kurt scheinbar mag, ist Maria. Mit Hannes zusammen, helfen die beiden Kurt, mit ins Baumhaus zu kommen. Das passiert, während die anderen Mitglieder nicht da sind.

Das Ereignis auf dem Ziegeleigelände führt dazu, das die Baumhütte abgerissen wird. Warum nicht ein neues Hauptquartier auf dem Gelände der Ziegelei bauen, ist Kurts Vorschlag. Dieser Vorschlag wird von den Bandenmitgliedern akzeptiert, ohne zu wissen, dass Kurt vermutet, dass sich das Lager der Diebe auch auf dem Gelände befindet. So kann Kurt sich in Ruhe dort umschauen. Als sie auf dem Gelände angekommen sind, beginnt Kurt mit den Nachforschungen. Dabei stürzt er mit seinem Rollstuhl einen abschüssigen Hang herunter und landet genau vor dem Lager der Diebe. Er versucht von dort wegzukommen, schafft dies aber nicht. Er ruft die Vorstadtkrokodile zu Hilfe und teilt seine Entdeckung. Nun beginnen die Krokodile zu überlegen, wer die Diebe sein könnten.

Es gibt viele Theorien. Eine davon, was auch die gesamte Nachbarschaft glaubt, besonders die Erwachsenen, ist, dass es die Ausländer sind, welche in einem benachbarten Ausländerwohnheim leben, für die ganzen Einbrüche verantwortlich sind. Kurt hingegen, hat eine andere Beobachtung gemacht. Kurt hat Jugendliche beobachtet, welche mit Mopeds unterwegs waren. Sein Verdacht, wer einer der Einbrecher sein könnte, bezieht sich auf Egon. Das Problem dabei ist, dass Egon der große Bruder von Krokodil Frank ist. Da Kurt dies zwar vorsichtig zur Sprache bringt, kommt es doch zur Konfrontation zwischen Frank und ihm. Kurt gehört mittlerweile schon fast zur Bande, die sich für ihn einsetzt. Das lässt bei Frank das Gefühl aufkommen vernachlässigt zu werden und fühlt sich dadurch ausgegrenzt.
Nun gehen die Vorstadtkrokodile davon aus, dass die Diebe die Beute schnellstmöglich vom Gelände der Ziegelei schaffen wollen. Die Krokodile überlegen, wann dies am besten möglich ist, ohne das es auffällt. Da fällt ihnen ein, dass die meisten Dorfbewohner auf dem Schul – und Vereinsfest sind. Dieser Tag eignet sich absolut dafür. Die Krokodile gehen dieser Vermutung nach und legen sich an besagtem Tag auf die Lauer. Und sie behalten recht. Die Diebe wollen die Beute mit ihrem Auto an genau dem Tag abtransportieren und befahren die Ziegelei. Sie fangen an den Wagen zu beladen, was aber auch die ausländischen Kinder mitbekommen. Diese versuchen nun ihrerseits, die Beute aus dem Auto der Einbrecher zu stehlen.

Die Lösung des Falles, führt die Krokodile jedoch in einen Gewissenskonflikt. Auf der einen Seite möchten Sie den Ausländerkindern helfen, damit diese nun nicht als Einbrecher dargestellt werden, obwohl Teile des Diebesgutes bei ihnen gefunden wurde. Auf der anderen Seite möchten sie aber auch Egon nicht verraten. Immerhin ist er der Bruder eines ihrer Bandenmitglieder. Die Krokodile sprechen mit Kurts Eltern darüber, welche auf eine Anzeige vorerst verzichten. Das liegt daran, dass der Vater von Egon ein sehr angesehenes Mitglied der Gemeindeverwaltung ist. Es dauert aber nicht lange, da geraten Egon und Kurt in einen heftigen Streit. Kurt, der ja im Rollstuhlsitzt, wird von Egon direkt angegriffen und auch durch ihn verletzt. Kurts Vater hat nun genug von Egon. Die Verletzung seines Sohnes ist Grund genug, ihn zu verraten und anzuzeigen. Kurt hingegen beweist Größe, und verzeiht Egon den Angriff. Damit verhindert er auch die Anzeige gegen Egon. Die Polizei hat in der Zwischenzeit die Einbrecher ermittelt. Egon und seine Kumpels werden daraufhin verhaftet. Frank möchte sich daraufhin mit Kurt versöhnen, was dieser gerne zulässt. Die Vorstadtkrokodile erhalten mit Kurt, auch ohne Mutprobe, ein neues und vollwertiges Bandenmitglied. Im Film wird dann die alte Ziegelei gesprengt, was alle Bandenmitglieder der Vorstadtkrokodile sich anschauen. Damit ist der Film zu Ende.

Die Verfilmung von „Die Vorstadtkrokodile“ beschäftigt sich direkt mit mehreren gesellschaftlichen Problemen. Dabei geht es um die Diskriminierung von behinderten Menschen, von Frauen und von Ausländern. Dies sind drei Themen, welche in der heutigen Zeit, extrem auffallen. Am Anfang der Geschichte, wird Kurt von allen Bandenmitgliedern ignoriert und missachtet, und bei seinen Kontaktversuchen auf eine Mauer der Ablehnung stößt. Diese Ablehnung bezieht sich nur darauf, da er im Rollstuhl sitzt und nicht so flexibel wie die anderen ist. Ohne die Rettung von Hannes und die Freundschaft zu Maria, wäre Kurt nie ein Mitglied der Krokodile geworden. Die Diskriminierung der Frauen spiegelt sich in Maria wieder. Sie ist zum einen körperlich größer als die Jungen und zum anderen auch wesentlich mutiger. Dies macht sie zur einzig akzeptierten Frau in dem Film. Andere Frauen, die als Mütter in Erscheinung treten, werden als Heimchen bezeichnet, die nur am Herd zu stehen haben. Auch die Ausländer werden diskriminiert, da sie in der Nachbarschaft unbeliebt sind. So ist es auch ein leichtes, sie als Täter der Einbrüche hinzustellen. Jedoch können sie im Film dieser Diskriminierung entkommen, was im realen Leben selten der Fall ist.

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