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Zweiter Weltkrieg – kurze Zusammenfassung

Zweiter Weltkrieg - kurze Zusammenfassung

Der Zweite Weltkrieg begann am 1. September 1939 und dauerte bis zum 8. Mai 1945. Mit seinen über 60 Millionen Todesopfern zählt er zum furchtbarsten Krieg der Menschheitsgeschichte. Doch wie konnte es nur wenige Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges dazu kommen, dass erneut ein so verheerender Krieg ausbrach?

Entwicklungen in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg

In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg kam es in Deutschland zu politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüchen. Nicht nur die vielen Todesopfer, sondern auch die Folgen des Versailler Vertrags sowie die steigende Arbeitslosigkeit im Land machten die Deutschen unzufrieden. Das Geld wurde immer weniger wert und zahlreiche deutsche Parteien, allen voran die NSDAP, wollten die im Versailler Vertrag getroffenen Vereinbarungen wieder rückgängig machen. Mit den Versprechungen, die Arbeitslosigkeit zu senken und die Wirtschaft gleichzeitig zu stärken, gewann die NSDAP immer mehr an Popularität. Im Jahr 1930 erhielt die Partei bei Wahlen 18,3 % der Stimmen und wurde somit zweitstärkste Kraft im Land.

In den darauffolgenden Jahren kamen noch mehr Stimmen hinzu und so wurde die „Macht“ im Land am 30. Januar 1933 durch den damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg an Adolf Hitler übergeben, der zum Reichskanzler ernannt wurde. Zwei Monate später stimmten 43,9 % der Wahlberechtigten für die NSDAP, welche die Strukturen der Weimarer Republik Stück für Stück veränderte und ein diktatorisches Regime erschuf. Zu den Zielen des Regimes zählte es, neuen Lebensraum im Osten zu erobern, nationale Interessen im Sinne der rassischen Volksgemeinschaft zu fördern und die angeblichen antisemitischen Verschwörungen der Juden zu zerschlagen. Um die antidemokratischen und radikalen Ziele durchzusetzen, wurde das Volk entmachtet sowie durch Propaganda manipuliert und durch harte Gesetze und drakonische Strafen unter Kontrolle gebracht.

In militärischer Hinsicht hat Hitler seine Ausdehnungspolitik unter anderem durch die Wiedereinführung der Wehrpflicht, das Einmarschieren in das entmilitarisierte Rheinland und den sogenannten Anschluss Österreichs umgesetzt. Auch das Sudetenland sowie die Rest-Tschechei wurden vom nationalsozialistischen Regime vereinnahmt. Dieses aggressive Verhalten wurde von Ländern von Frankreich und Großbritannien zunächst hingenommen.

Beginn des Zweiten Weltkrieges

Am 1. September 1939 wies Adolf Hitler einen Überfall auf Polen an, welcher der Öffentlichkeit gegenüber dadurch gerechtfertigt wurde, dass das nationalsozialistische Regime zuvor Angriffe der Polen auf Deutschland fingiert hatte. Diese Angriffe durch Polen haben natürlich nie stattgefunden, doch so gelang es Hitler, den einseitigen Überfall als einen Vergeltungsschlag zu verkaufen.
Der Angriff der deutschen Wehrmacht auf Polen wurde vonseiten Frankreichs und Großbritanniens durch ein Ultimatum beantwortet. Innerhalb eines bestimmten Zeitraums müssten die Deutschen sich aus Polen zurückziehen. Das Ultimatum verstrich erfolglos und die beide Großmächte erklärten Deutschland daraufhin am 3. September 1939 den Krieg.

Durch konzentrierte und schnelle Angriffe gelang es der Wehrmacht, den polnischen Widerstand schnell zu zerschlagen. Nach dieser Zerschlagung, begann die Sowjetunion mit der Besetzung Ostpolens, gestützt auf das geheime Zusatzprotokoll des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes. Die letzten polnischen Streitkräfte gaben ihre Kapitulation am 6. Oktober 1939 bekannt. Dieses Datum kennzeichnet zugleich das Ende des sogenannten Polenfeldzugs.
Das Deutsche Reich und die Sowjetunion teilten das eroberte Gebiet untereinander auf.

Der im selben Jahr stattfindende Stellungskrieg an der Westfront wurde hingegen nur zögerlich geführt und wurde daher auch als Sitzkrieg bezeichnet.

Kriegsgeschehnisse in den Jahren 1940 und 1941

Nach dem Angriff auf Polen wandte sich die Wehrmacht der Besetzung Dänemarks und Norwegens zu. Dänemark ergab sich schnell, doch mit den Norwegern focht das deutsche Militär heftige Kämpfe aus.

Auch die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich wurden im Jahr 1940 von den Deutschen angegriffen und besetzt. In Großbritannien hingegen scheiterten die deutschen Kräfte und wurden in der „Luftschlacht um England“ besiegt. Der sogenannte Luftkrieg endete im Frühjahr des Jahres 1941.
Zu Beginn des Jahres 1941 mischte sich das Deutsche Reich außerdem in den Balkankonflikt ein und versuchte zunächst zwischen den Parteien zu vermitteln. Nachdem Jugoslawien jedoch dem von Hitler ins Leben gerufenen Dreimächtepakt (Deutsches Reich, Kaiserreich Japan, Königreich Italien) den Rücken kehrte, nahm er dies zum Anlass das Land anzugreifen. Am 13. April 1941 wurde Belgrad von deutschen Truppen besetzt. Auch Griechenland wurde im April 1941 von deutschen Truppen angegriffen.

Am 22. Juni 1941 marschierten deutsche Truppen dann in die Sowjetunion ein, was ein verheerendes Kriegsgeschehen in Gang setzte. Die am längsten bestehende Front des Zweiten Weltkrieges entstand.

Nachdem der US-Flottenstützunkt Pearl Harbour am 7. Dezember 1941 von den Japanern angegriffen wurde, traten auch die Vereinigten Staaten von Amerika in den Krieg ein.

Die Ermordung der Juden

Das Deutsche Reich unter den Nationalsozialisten führte nicht nur an den unterschiedlichsten Fronten Krieg und marschierte in viele Länder ein, sondern beschloss auch die heimtückische und brutale Ermordung aller sich im deutschen Machtbereich befindenden Juden. Konzentrationslager wurden errichtet, europäische Juden in Ghettos verbracht, ihrer Rechte beraubt und schließlich in die sogenannten KZ’s verbracht. Dort wurden sie nicht nur zu Zwangsarbeitern gemacht und auf schlimmstmögliche Weise misshandelt, sondern zum Teil auch durch das Giftgas Zyklon B vergast. Neben Juden fielen auch Sinti und Roma, Kriegsgefangene oder Polen und Russen den organisierten Tötungen und Misshandlungen zum Opfer.

Schätzungen zufolge sind rund sechs Millionen Juden während des Holocausts zu Tode gekommen, mindestens zwei Drittel davon sollen in Vernichtungs- und Konzentrationslagern gestorben seien.

Herbe Rückschläge und Gegenwehr

Die deutsche Offensive in der Sowjetunion lief nicht so wie von Hitler geplant und die deutschen Truppen kamen Ende des Jahres 1941 kurz vor Moskau nicht mehr weiter. Schlechtes Wetter und widrige Bedingungen führten zu einem Rückschlag für die deutschen Streitkräfte. Noch schlimmer kam es im Rahmen der Niederlage bei der Schlacht von Stalingrad, bei welcher rund 110000 deutsche Soldaten in Kriegsgefangenschaft gerieten, was die deutsche Moral auch an der Heimatfront massiv schwächte. Zudem sah sich Deutschland seit dem Kriegseintritt der USA einer starken Allianz an Kriegsgegnern gegenüber. Auch im Afrikafeldzug mussten die Deutschen kapitulieren.

Um die letzten Kräfte zu bündeln und alle noch vorhandenen Ressourcen zu mobilisieren, erklärte der Propagandaminister Joseph Goebbels in seiner berühmten Rede im Sportpalast den Totalen Krieg. Dadurch wollte er die immer stärker werdenden Zweifel der Deutschen am Krieg und dessen ruhmreichen Ausgang, dem sogenannten „Endsieg“, zerstreuen.

Die Angriffe der Alliierten auf deutsche Fronten wurden immer heftiger und im Frühsommer des Jahres 1943 wurden viele deutsche Städte durch Bombenangriffe vollständig zerstört. Zeitgleich verlor die Deutsche Wehrmacht bei der größten Panzerschlacht der Geschichte, in der Schlacht von Kursk, im Juli 1943 große Teile ihrer Panzerreserven, was zu weiteren Niederlagen im Kampf gegen die Sowjetunionen führte.

D-Day und das Ende des Krieges

Nicht nur im Kampf gegen die Sowjetunion erlebte die Wehrmacht zahlreiche Niederlagen, das Deutsche Reich fand sich durch die Landung der Amerikaner, Briten und weiterer Verbündeter an der französischen Kanalküste am 6. Juni 1944 in einem sogenannten Allfrontenkrieg wieder. Am sogenannten D-Day überwanden die Alliierten den Atlantik Wall und landeten insgesamt mit 1,6 Millionen Soldaten an der Stränden der Normandie. Jetzt wurde das Deutsche Reich von Osten und von Westen angegriffen und konnte diesen Vorstößen immer weniger entgegen setzen.

Der Osten des Deutschen Reiches wurde in der Folge von der Roten Armee erobert, während im Westen die Briten und Amerikaner immer weiter ins Gebiet des Deutschen Reiches vordrangen. Die Soldaten der Sowjetunion standen am 16. April 1945 vor Berlin und waren bereit, die Stadt zu stürmen. Ihnen gegenüber standen rund 320.000 deutsche Soldaten, die mitunter sehr jung und absolut unerfahren waren. Auch ältere Männer waren darunter. Am 25. April 1945 rückten auch die Amerikaner und Briten an die Elbe vor.

Die Lage war so aussichtslos, dass Adolf Hitler am 30. April 1945 Selbstmord begann. Deutschland kapitulierte am Morgen des 7. Mai im amerikanischen Hauptquartier in Reims und dann erneut in der Nacht vom 8. zum 9. Mai im sowjetischen Hauptquartier.

Insgesamt sollen im Zweiten Weltkrieg über 60 Millionen Menschen gestorben sein davon ca. 28 Millionen Sowjetbürger und ca. 6 Millionen Juden.

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