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Welche Karl May Bücher sind wertvoll? – Aufklärung

Welche Karl May Bücher sind wertvoll

Karl Friedrich May, eigentlich Carl Friedrich May, wurde 1842 in Ernstthal im Landkreis Zwickau und Sachsen geboren und starb 1912 ebenfalls in Sachsen in Radebeul. Im Bereich der Abenteuerromane gilt er als einer der produktivsten Autoren. Darüber hinaus ist er einer der weltweit bekanntesten deutschen Schriftsteller: Weltweit wurden circa 200 Millionen Exemplare seiner Werke verkauft – nur die Hälfte davon in Deutschland. Somit gilt er für die UNESCO als einer der meistübersetzten deutschen Autoren. Berühmt wurde May für seine Reiseerzählungen, die größtenteils im Nahen Osten oder in Nord- und Mittelamerika spielten. Die wohl bekanntesten Geschichten aus Mays Feder sind diejenigen, die vom amerikanischen Ureinwohner Winnetou handeln.

Eine Kurzbiografie zu Karl May

Karl Friedrich May, eigentlich Carl Friedrich May, wurde 1842 in Ernstthal im Landkreis Zwickau und Sachsen geboren und starb 1912 ebenfalls in Sachsen in Radebeul. Im Bereich der Abenteuerromane gilt er als einer der produktivsten Autoren. Darüber hinaus ist er einer der weltweit bekanntesten deutschen Schriftsteller: Weltweit wurden circa 200 Millionen Exemplare seiner Werke verkauft – nur die Hälfte davon in Deutschland. Somit gilt er für die UNESCO als einer der meistübersetzten deutschen Autoren. Berühmt wurde May für seine Reiseerzählungen, die größtenteils im Nahen Osten oder in Nord- und Mittelamerika spielten. Die wohl bekanntesten Geschichten aus Mays Feder sind diejenigen, die vom amerikanischen Ureinwohner Winnetou handeln.

Karl May wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf: seine Eltern waren Weber. Er besuchte von 1848 bis 1856 die Volksschule und wurde sowohl von seinem Vater als auch von einem Kantor besonders gefördert. Anschließend versuchte May bis zum Jahre 1874 wiederholt, seinen Lebensunterhalt auf legale Weise zu bestreiten, scheiterte dabei jedoch und wurde aufgrund mehrerer Delikte mehr als einmal verhaftet. Ab 1874 begann Mays schriftstellerische Schaffensphase. Seinen unverwechselbaren literarischen Stil entwickelte er jedoch erst nach seiner Orientreise in den Jahren 1899 und 1900. Die vor dieser Zäsur verfassten Werke betitelte May rückblickend als „Vorbereitung“.

Das Buch der Liebe

Wer die Person Karl May entdecken möchte, sollte auch sein 1876 erschienenes Erstlingswerk „Das Buch der Liebe“ kennen. Dieses medizinische Aufklärungsbuch mit dem sperrigen Untertitel, der sich über fünf Zeilen zieht, liefert nach literaturästhetischen Gesichtspunkten keine Überraschungen. Abgesehen von der trockenen Thematik hat Karl May hier viele Abschnitte aus anderen Werken übernommen, um sich Arbeit zu ersparen. Interessant ist Mays Erstlingswerk insofern, als dass er darauf in seinen späteren Werken „Der verlorene Sohn“ und „Deutsche Herzen – Deutsche Helden“ verweist.

Winnetou I-IV

Die mit Abstand bekannteste Erzählung Karl Mays dürfte die in vier Bänden erzählte Geschichte des fiktiven Indianerhäuptlings Winnetou und seines Blutsbruders Old Shatterhand sein. Die ersten drei Bände erschienen im Jahr 1893 und hießen eine Zeit lang „Winnetou der Rote Gentleman“ I-III. Band IV hingegen gehört zum Spätwerk Mays und erschien zwei Jahre vor seinem Tod im Jahre 1910. Zusammengefasst geht es bei diesen Reiseerzählungen um den stolzen und edlen Mescalero-Apachen Winnetou, der zusammen mit seinem weißen Freund, seinem Gewehr „Silberbüchse“ und seinem Pferd Iltschi für Gerechtigkeit und Frieden kämpft. Aufgrund dieses Bestrebens erlebt er allerlei Abenteuer. Die Winnetou Erzählungen wurden mehrmals als Theaterstück, als Film und als Hörspiel adaptiert.

Der verlorene Sohn

„Der verlorene Sohn oder Der Fürst des Elends. Roman aus der Criminal-Geschichte“ wird an dieser Stelle beispielhaft für Karl Mays Kolportageromane aufgelistet. Der Ausdruck Kolportage umschreibt hier den Umstand, dass diese Erzählungen zunächst ausschließlich von sogenannten Kolporteuren vertrieben wurden. Diese Verkäufer zogen mit Bauchläden umher und verkauften Literatur an die arme ländliche Bevölkerung. Für diese stellten sie die einzige Möglichkeit dar, an Schrifterzeugnisse zu gelangen. In „der verlorene Sohn“ wird der Sohn eines Försters eines Doppelmordes an einem Baron und seiner Verlobten bezichtigt. Zwei Schmiede konnten jedoch den wahren Mörder beobachten und verhelfen dem Försterssohn Gustav Brand zur Flucht. Dank eines glücklichen Zufalls kann er 20 Jahre später reich als „Fürst von Befour“ in seine Heimat zurückkehren. Hier nimmt er den Kampf mit dem wahren Mörder auf – dem Neffen des Barons. Die Erzählung hat ein Happy End: Gustav gewinnt den Kampf und heiratet.

Mein Leben und Streben

Abschließend muss auch Karl Mays Autobiografie „Mein Leben und Streben“ Erwähnung finden. Sie erschien 1910 in dem Verlag, bei dem May seine größten Erfolge feiern konnte: Dem Friedrich Ernst Fehsenfeld Verlag. In diesem Werk schildert May unter anderem seine Kindheit, beklagt im dritten Kapitel seine fehlende Jugend und berichtet von seiner Seminar- und Lehrerzeit. Des Weiteren berichtet er von seiner Durststrecke als Schriftsteller und erläutert die Logik seines literarischen Schaffensprozesses. Für Karl May Fans ist dieses Buch ohne Frage ein Muss – hier erhält man nicht nur tiefere Einblicke in die Gedankenwelt des Autors Karl May. Darüber hinaus lernt man auch den Menschen Carl Friedrich May besser kennen.

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