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Merkwörter in der Grundschule vermitteln + Beispiele

Merkwörter in der Grundschule vermitteln + Beispiele

Die Wörter aus dem Wochendiktat oder auch andere Merkwörter sollten intensiv geübt werden in der Grundschule. Vor allem bei den Kleinen ist es entscheidend, dass die Übungen auch Spaß machen. Oft kommen die Kinder dann mit vielen Fragen nach Hause: Warum schreibe ich „fleißig“ mit „ß“? Oder: Warum ist das „h“ nach dem „a“ bei dem Wort „Hahn“? Die Deutsche Sprache sollte den Grundschülern mit vielen verschiedenen Übungen intensiv vermittelt werden. Manche Schreibweisen lassen sich mit einfachen Rechtschreibregeln vermitteln, andere wiederum müssen als Ausnahme gelernt werden.

Differenzierung in Kategorien

Die Merkwörter sollten Sie als Lehrer einteilen in verschiedene Kategorien für Ihre Klasse. Es gibt hier die Nachdenkwörter und die Mitsprechwörter. Mitsprechwörter sind perfekt, zum Üben der Regel: „Sprich beim Schreiben laut mit“. Die Kinder lernen, Wörter, die so geschrieben werden, wie man sie spricht, auch richtig aufs Papier zu bringen. Ein Symbol, das Sie hierfür einsetzen können, ist eine Merkkarte mit einem Mund und einem Stift. Sie steht für das Mitsprechen. Wörter wie „Lampe“ oder „Limonade“ können so einfach gemerkt werden. Die Nachdenkwörter können an der Pinwand dann separat zu den einzelnen Merkkarten der Rechtschreibwörter fixiert werden. Ein Nachdenkwort wäre beispielsweise „Mutter“.

Nachdenkwörter interessant machen

Die Regel „Nach einem kurz gesprochenen Selbstlaut kommt ein Doppelmitlaut“, können Sie mit wenigen Symbolen für die Kinder leicht fixieren. Schreiben Sie ein großes „S“ und einen Punkt darunter und machen einen Pfeil zu „MM“. Das bedeutet dann, nach dem kurzen Selbstlaut (S) kommt der doppelte Mitlaut „MM“. Diese Merkkarten sind für die Grundschüler immer verfügbar, auch in Freizeiten können sie dann in Stationen-Arbeit diese Regeln für die Nachdenkwörter schnell lernen. Auch Regeln zum Dehnungs-h oder andere Rechtschreibregeln werden auf Merkkarten in Symbolen geschrieben und in einem Säckchen verstaut. So entsteht ein schönes Spiel, bei dem die Grundschüler eine Merkkarte ziehen und ein Merkwort finden, auf das die Regel passt oder umgekehrt: Ihre Schüler ziehen eine aktuelles Merkwort und suchen die passenden Rechtschreiregeln dafür.

Kinder mit Lese- und Rechtschreib-Schwäche

Die Lese-Rechtschreib-Schwäche oder auch eine echte Legasthenie müssen zudem anders behandelt werden. Der professionelle Legasthenie-Test wird vom Lehrer oder auch vom diplomierten Legasthenietrainer durchgeführt. Hier sollten Sie Übungen einsetzen, die den Kindern mit diesen Problemen die Übungen plausibel darstellen Es können beispielsweise rhythmische Lautführungen interessant sein, die auch helfen, dass die Merkwörter gut ankommen. Die Kinder laufen zum Wort und sprechen es aus. Lautgetreue Wörter, wie „Mantel“, „Morgenrot“ oder auch „Esel“ sind hier hilfreich. Geben Sie diesen Kindern einfache Diktate, die sich überwiegend aus Mitsprechwörtern zusammensetzen. Außerdem sollten Kinder mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche vor jedem Rechtschreibtraining immer Aufmerksamkeitsübungen machen. Denn die Wahrnehmung ist hier anders und solche Aufmerksamkeitsübungen lenken den Blick der Grundschüler auf das Wesentliche.

Tabelle für die Nachdenkwörter

Eine Tabelle für die Nachdenkwörter, sortiert nach den rechtschriftlichen Regeln, hilft den Grundschülern, diese immer mehr zu erlernen. Hier können spielerische Rätsel, Wortsuchen, Memory-Spiele oder Lotto-Spiele eingesetzt werden. Sie können den Kindern immer mehr beispielsweise das „lang gezogene“ Wort beibringen, in dem Sie den Rechtschreibfall gehäuft integrieren: „Nie fliegt der Brief davon.“. Das wäre ein Beispielssatz für die „ie“ Regel. Für leseschwache Schüler können Sie ein Lese-Krokodil einsetzen. Hier wird das Merkwort zuerst auf eine Wortkarte geschrieben in der jeweils vorgegebenen Normschrift. Dann ziehen Sie hinter dem Krokodil das Merkwort langsam heraus. Der Schüler verbindet das Wort und liest es zusammen. Gerade für Mitsprechwörter, aber auch für Nachdenkwörter, entstehen so viele neue Übungen. Teilen Sie die Klasse in Gruppen ein, die nicht immer nur nach der Leistung sein müssen. Auch Gruppen, in denen leistungsstarke und leistungsschwache Schüler zusammenarbeiten, sind sehr effektiv. Die Schüler können das Diktat auch zerschneiden und so ein Puzzle bilden. Auf der Rückseite wird ein Bild gemalt und dann entsteht ein Bild-Puzzle

Wiederholung ist alles!

Für Grundschüler ist das Wiederholen der bereits gelernten Merkwörter sehr wichtig. Ob Lernstunde oder auch Stunde mit freier Verfügung zur Auswahl de Übungen: Integrieren Sie bereits geübte Merkwörter immer wieder in diversen Spiele- und Aufmerksamkeitsübungen. So bleibt das bereits Erlernte gefestigt und die Kinder finden viel Freude daran, die Merkwörter immer wieder neu zu integrieren, üben und zu erweitern. Die Sprache wird so spielerisch in Schrift und Wort gelernt.

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