Skip to content
Inhaltsangaben24.com » Novellen » Katz und Maus – kurze Inhaltsangabe / Zusammenfassung

Katz und Maus – kurze Inhaltsangabe / Zusammenfassung

Katz und Maus - kurze Inhaltsangabe

Kurz bevor der Krieg begann, wurde Joachim Mahlke vierzehn Jahre alt. Sein Vater war Lokomotivführer, bevor er bei einem Zugunglück ums Leben kam. Da er ein schwaches und eher kränkliches Kind war, wurde er von seiner Mutter und ihrer älteren Schwester erst ein Jahr später als normal in die Schule geschickt.

Aufgrund seiner Kränklichkeit wurde er unter anderem auch von Turnunterricht befreit. In den anderen Schulfächern konnte er gute Leistungen erbringen, ohne dass man ihn jetzt zum Streber benannt hätte, müssen. Jeder der wollte, durfte bei Mahlke im Unterricht abschreiben.

Ganz anders

Er hatte die ein oder andere Eigenheit, er hatte beispielsweise eine ganz besondere Abscheu vor den üblichen Sauereien der Jugendlichen und entfernte unter anderem einmal ein benutztes Kondom von einem Türgriff, bevor der fast blinde Studienrat Treuge es noch aus Versehen anfassen konnte. Er hatte einen akkuraten Mittelscheitel, den er mit Zuckerwasser fixierte. Wenn man ihn nach seinem Traumberuf fragte, antwortete er, dass er einmal Zirkusclown werden möchte.

Eines Tages wurde er spielerisch von einer Katze attackiert und stellte fest, ass er einen enorm großen Kehlkopf hat. Durch das erlangte Selbstbewusstsein fing er an Schwimmen zu lernen und bat einen Teil seiner Mitschüler, ihn mitzunehmen um in der Danziger Bucht außerhalb der Fahrrinne in Richtung des polnischen Minensuchbootes mitschwimmen zu dürfen. Im Jahr zuvor war hier das Wasser noch flach.

Mut

Es verging kaum Zeit und schon war am schnellsten im Schwimmen und hatte die größte Ausdauer, wenn es um das Tauchen ging. Während der Rest der Gruppe schon wieder auf dem mit Möwenmist verkrusteten Wrack in der Sonne lagen, tauchte Mahlke immer wieder hinab zum Schiff, um immer mehr Gegenstände an Land zu holen. Unter anderem war hier auch eine silberne Kette mit einem Marien Medaillon dabei.

Die Kette sowie einen Schraubenzieher, den er für seine Arbeiten unter Wasser benötigte, hängte er sich um seinen Hals. Das Ganze sollte von seinem außergewöhnlich großen Adamsapfel ablenken.

Er schwärmte zwar die Jungfrau Maria an, ansonsten war aber bezüglich Mädchen nicht so viel los bei ihm. Als die Cousine von Pilenz kam, brachte er kein Wort raus und schaute sie nur wie ein Fisch an. Wenn Tulla Pokriefke mal wieder die anderen Schüler auf dem Schiffswrack zum Masturbieren animierte, machte er auch keine Anstalten dabei mit zu machen.

Tulla war spindeldürr und hatte Strichbeine, von der Figur her hätte sie auch ein Junge sein können. Im Grunde bestand sie nur aus Haut und Knochen sowie einer Menge Neugier. Mit abgestütztem Kinn schaute sie den Jungen zu, wenn sie sich die Badehose runterzogen und mit dem Masturbieren anfingen. Wenn sie zu lange auf das Ende warten musste, feuerte sie die Jungs mit „das dauert aber mal wieder lange“ an.

Schlussendlich konnte Sie Mahlke doch davon überreden. Nach wenigen kurzen Bewegungen aus dem Handgelenk raus, zeigte sich schnell, wer hier die ganze Zeit den größten Penis hatte, zudem war er der einzige, der zweimal nacheinander konnte.

Entdeckungen

Bei einem seiner Tauchgänge entdeckte Mahlke rein zufällig den Eingang zu einer ehemaligen Funkerkabine, die sogar noch über dem Wasserspiegel lag. Hier versteckte er einige Sachen, die er in dem Wrack gefunden hatte, unter andere, auch ein Grammophon, das er reparierte, um dann Platten darauf Abspielen zu können. Diese Kabine war nur für ihn alleine gedacht, niemand durfte ihm bis dort hin folgen. Von draußen konnten die anderen Jungs nur die Musik hören, die aus dem Inneren drang.

Ein ehemaliger Schüler, der 1934 ebenso sein Abitur an dem Conradinums Gymnasium gemachte hatte und mittlerweile U Boot Kommandant sowie Kapitänleutnant ist, hielt einen Vortrag über den Krieg in der Aula der Schule.

An seinem Hals trug er eine Kette mit einem Eisernen Kreuz. Nachdem er mit seinem Vortrag fertig war, nahm er noch an einer Turnstunde teil und zog dabei seinen Schmuck aus. Nachdem die Stunde vorbei war und er sich wieder anzog, bemerkte er, dass seine Tapferkeitsauszeichnung fehlt. Mahlke wurde schnell als Dieb identifiziert und zwangsweise an die Horst-Wessel-Oberschule versetzt.

Nachdem die Sommerferien vorbei waren, tauchte Mahlke auch nicht wieder auf. Nachdem er sein Notabitur absolviert hatte, meldete er sich in einem Wehrertüchtigungslager und im Anschluss dann zum Reichsarbeitsdienst an.

Erst eine ganze Zeit später haben Mahlke und Pilenz sich wieder getroffen. Nun hatte Mahlke ein eigenes Eisernes Kreuz um den Hals, das ihm für seine große Tapferkeit verliehen wurde und kein gestohlenes. Wie auch der damalige U Boot Kommandant kam er in die Aula der Conradinums um einen Vortrag abzuhalten. Dies wurde ihm allerdings durch den Oberstudienrat Klohse verwehrt, aufgrund seines früheren Fehlverhaltens. Dies ließ Mahlke nicht auf sich sitzen und lauerte dem Lehrer am Abend auf, um ihm eine Ohrfeige zu geben.

Zu spät

Trotz dass sich Mahlke so sehr anstrengte, und trotz seiner Anerkennung als Kriegsheld, wurde ihm die Rehabilitierung verweigert. Enttäuscht überzog er seinen Urlaub in der Heimat und traf den Entschluss, nicht mehr zu seiner Einheit an der Front zurückzukehren. Sein Plan war es, sich im Minensuchboot in seiner Kabine zu verstecken. Pilenz sollte sich auf den Weg machen, um Proviant zu besorgen, in der Zwischenzeit aß Mahlke unreife Stachelbeeren.

Aufgrund dessen bekam er starke Magenkrämpfe und er konnte nicht mehr schwimmen. Damit er nun wieder an Land befördert werden konnte, musste Pilenz ein Boot mieten und zu dem Schiff rudern. Als er ankam, war Mahlke aber im Wrack verschwunden und man konnte ihn nicht mehr finden. Pilenz ging nach Hause, auf seinem Tisch fand er einen Einberufungsbescheid.

Hat dir der Beitrag gefallen?