Inhaltsangaben24.com » Textsorten » Filmrezension für den Deutsch Unterricht schreiben – Aufbau & Tipps

Filmrezension für den Deutsch Unterricht schreiben – Aufbau & Tipps

  • by Anatoli Bauer
Filmrezension für den Deutsch Unterricht schreiben

Eine Filmrezension soll zeitgleich über einen Film informieren und diesen überdies bewerten. So eine Rezension wird häufig auch Filmkritik genannt. Bekannt ist das Textformat außerhalb des Schulunterrichts aus Zeitungen, Zeitschriften und auch Internetseiten. Im Wesentlichen verfolgt eine Filmrezension das Ziel, dem Leser bei der Entscheidung zu helfen, ob dieser den Film schauen möchte. Durch das Schreiben einer Filmkritik wird zudem auch dafür gesorgt, dass der Schreibende den Film besser versteht und vielleicht auf Besonderheiten achtet. Eine Rezension setzt sich hierbei aus verschiedenen Aspekten zusammen: Information, Interpretation sowie Bewertung. Diese Abschnitte werden im folgenden Text ausführlich beschrieben und um allgemeine Tipps ergänzt.

Die Einleitung – Information

In der Einleitung werden die grundlegenden Informationen zum Film dargelegt. Hierunter fallen viele verschiedene Aspekte, welche teils auch von der konkreten Aufgabenstellung abhängig sind. Der Filmtitel, die Länge sowie die Art des Films sind neben Produktionsjahr und Regisseur jedoch meist unerlässlich. Es ist zudem ratsam, das Genre sowie die Hauptdarsteller oder berühmte Nebenrollen zu erwähnen. Häufig wird überdies erzählt, wann der Film in welchem Land seine Premiere hatte und wann er schließlich in die deutschen Kinos gekommen ist oder noch kommen wird. Ebenfalls sollte in der Einleitung eine kurze Inhaltsangabe gegeben werden. Passend hierzu sollte zudem das generelle Thema des Filmes erwähnt werden. Hierdurch soll der Leser direkt wissen, worum es in dem Film geht und ob ihn diese grundlegende Richtung gefällt. Wichtig ist, dass diese beiden Aspekte nur sehr kurz angesprochen werden sollten. Die eigentliche Inhaltsangabe wird im Hauptteil geliefert. Die verkürzte Darstellung in der Einleitung fungiert nämlich nur als sogenannter Teaser. Letztendlich soll eine Einleitung nämlich im gleichen Sinne für die Rezension sowie für den Film selbst bei dem Leser Interesse wecken. Hierdurch möchte der Leser idealerweise mehr erfahren und wird sich die Rezension gerne durchlesen.

Der Hauptteil – Interpretation

Der Hauptteil besteht im Wesentlichen aus einer ausführlicheren Darstellung des Inhaltes sowie der Interpretation dessen. Aus diesem Grunde können hier die Aspekte, welche in der Einleitung aufgeworfen wurden, ausgeführt und um weitere Informationen ergänzt werden. Diese umfangreiche Darlegung des Inhaltes wird zudem um eine Interpretation ergänzt. Ein Film möchte meist etwas aussagen – dies gilt es im Zuge der Interpretation zu erkennen und zu beschreiben. Häufig ist hierfür zusätzliches Wissen erforderlich. Aus diesem Grunde ist es ratsam, Hintergründe des Filmes zu recherchieren und sich zusätzlich über Aspekte, auf welche der Film anspielt, im Internet zu informieren. Eine interessante Informationsquelle können hierbei Interviews mit dem Regisseur sein, da dieser dort wahrscheinlich schon selber Informationen über die Intention des Filmes gegeben hat. Ein Film verwendet hierfür zudem häufig filmische Mittel, wie beispielsweise verschiedene Kameraeinstellungen, interessante Schnitttechniken sowie untermalende Musik. All diese Aspekte sind für die Interpretation relevant und sollen unbedingt erwähnt werden. Häufig fallen diese Mittel schnell auf – etwas wirkt anders und springt besonders in Auge. Diese Szenen sollten mehrmalig geschaut werden, um genau herauszufinden, was die Szene besonders macht und mit welchen Hilfsmitteln der Regisseur diese Wirkung erzeugen konnte.

Der Schluss – Bewertung

Der Schlussteil einer Filmrezension beinhaltet die persönliche Meinung des Autors. Entsprechend soll hier unter Bezugnahme auf die Aspekte, welche während der Interpretation im Hauptteil erarbeitet werden, beschrieben werden, was dem Autor aus welchem Grunde gefallen oder nicht gefallen hat. Wichtig ist hierbei, dass die Kritik stets begründet und nachvollziehbar dargelegt wird. Passend hierzu ist es ebenfalls essenziell, immer sachlich und respektvoll zu bleiben. Wenn man einen Film rezensieren soll, welcher einem überhaupt nicht gefallen hat, fällt dies meist sehr schwer. Natürlich darf und sollte man sogar seine negative Meinung auch kundtun – jedoch muss diese eben stets gut begründet sein. Wenn man einen Schauspieler nicht mag und hierdurch den Film nicht genießen konnte, so ist dies in einer Filmrezension irrelevant und nicht zu erwähnen. Interessant ist hierbei ebenfalls, ob der Film eine Moral hat und den Zuschauern vielleicht sogar etwas beibringen beziehungsweise bestimmte Werte vermitteln möchte. Diese Aspekte können im Fazit ebenfalls diskutiert werden. Schließlich kann ein Schlussteil mit einer Empfehlung abgerundet werden – für wen ist der Film aus welchem Grunde empfehlenswert? Hierbei ist es ratsam, an bestimmte Zielgruppen zu denken. Ein Film kann beispielsweise für Jugendliche sehr spannend, für Erwachsene hingegen äußerst langweilig sein. Eine gute Filmrezension kann hier unterscheiden und eine objektiv sinnvolle Empfehlung aussprechen, um so den Leser entsprechend zu informieren.

Hat dir der Beitrag gefallen?