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Der Richter & sein Henker Dialog Beispiel (Gastmann, Bärlach)

  • by Anatoli Bauer

Der Polizist Schmied, wurde ja ermordet aufgefunden. Ein in die Tage gekommener Ermittler der Kriminalpolizei, Bärlach, soll den Fall aufklären und bekommt einen jungen, unerfahrenen Polizisten Tschanz an die Hand, der ihn bei der Aufklärung des Mordes unterstützen soll. Schnell ist dem alten Hasen Bärlach klar, dass sein junger Kollege Tschanz, eben dieser Kollege das Opfer aus Eifersucht ermordet hat. Er benutzt daher diesen als „Henker“ um eine offene Rechnung mit einem alten kriminellen Bekannten, Gastmann zu begleichen, mit dem er gewettet hat, dass er einen Mord begehen werden und ihm Bärlach nichts nachweisen könne, der ihm lange selbst ein Dorn im Auge ist.

Der neue Plan ist daher, diesem den Mord an Schmied in die Schuhe zu schieben.

Bärlach ist Tschanz die gesamte Zeit über psychisch überlegen, er weiß, dass dieser Schmied ermordet hat und treibt ihn damit zu Mord und schließlich Selbstmord, also buchstäblich in den Wahnsinn.

Der Dialog kann frei improvisiert werden, halte Dich dabei am Bestehen grob am existierenden Dialog im Buch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dein Lehrer sich eine stupide Wiedergabe des existieren Textes vorstellt. Es geht sicher eher darum, selbst Kreativität zu entwickeln. Auch die Gefühle, die Gestik und Mimik der Personen sollte angesprochen und dementsprechend beschrieben werden. Stell Dir das Ganze einfach so vor, als ob Du eine spannende neue Version des alten Stoffes für eine neue Netflix Serie aufbereiten möchtest. Schweife ruhig aus, schmücke die Dialoge durch witzige Pointen, wecke die Figuren zum Leben.

Halte Dich immer an die Aufgabenstellung

Aber vor allem: Lies genau die Aufgabenstellung! Ein verfehltes Thema zieht immer eine schlechte Note nach sich.

Vielleicht wünscht sich dein Lehrer auch einen fiktiven Dialog, der nie zwischen den beiden Protagonisten stattgefunden hat, aber hätte jederzeit stattfinden können. Lies also zwischen den Zeilen und setze Deine Fantasie ein.

Wann immer es hakt, nimm den Text zur Hand und lies nach. Markiere Dir die wichtigen zentralen Aussagen beider Personen in unterschiedlichen Farben.

Bärlach und Gastmann verbindet gewissermaßen eine Hassliebe. Die Gegensätze zwischen dem Verbrecher und Lobbyisten Gastmann und dem perfekten (?), moralischen (?)

Beispieldialog

Bärlach: „Du kleine miese Ratte, du hast es wieder mal verstanden, deinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen! Aber warte nur ab, denn das nächste Mal kommst du mir nicht so leicht davon!“

Gastmann zündet sich eine Zigarre an und lacht lauthals: “ Tja Bärlach, mein lieber alter Herr, was Du damals nicht geschafft hast, bekommst du heute leider auch überhaupt nicht hin. Sie dich nur an. Du bist ein alter, wertloser gebrochener Mann geworden. Dein größtes polizeiliches Nachwuchs-Talent, Dein Super Assistent Schmied ist tot…jetzt hast du diesen kleinen Stümper am Hals, du denkst dass ich es war! Ich sag Dir eins: Fische in deinen Gewässern und lass mich bloß in Ruhe“.

Bärlach weiß, dass er Recht hat, hat aber längst seinen eigenen Plan.

“ Du ahnst nicht, Gastmann, wie es für Dich ausgehen wird, ich sag Dir wie: übelst.“

Gastmann: „So, mein lieber alter Mann, Bärlach ich sage Dir jetzt auch mal was: Du hast es nie draufgehabt und hast es auch jetzt nicht drauf, und vergiss nicht, alter kranker Mann, ich habe mächtige Freunde, die Dich auseinandernehmen könnten. Geh nach Hause nimm eine Mütze Schlaf und nimm Deine Medikamente. Einen todkranken Mann zu besiegen, ist leider wahrlich keine Kunst. Und jetzt entschuldige mich: die Geschäfte warten.“

Gastmann war lange gegangen und Bärlach fing an mit sich selbst zu sprechen.

Bärlach lachte vor sich hin, stimmt ein Lied an und dachte sich, wenn der nur wüsste, dass sein Henker schon unterwegs ist, ja der arme alte kranke Mann wird es Dir schon zeigen, die letzte Schlacht werde ich gewinnen und zwei Ratten gleichzeitig aus dem Verkehr ziehen. Aber das Beste daran ist, dass ich mir nicht mal die Hände schmutzig machen muss! „

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